Wednesday, 2 May 2007

Realismus/ Neorealismus vs.Die Englische Schule

Realismus/ Neorealismus zwischen staatlichen Ebenen und Biopolarität
Die realistische Schule entstand als Reaktion auf den vorherrschenden Idealismus in den 30’er Jahren des 20. Jahrhunderts. Morgenthaus Realismus, in seinem Hauptwerk „Macht und Frieden“ entwickelt, behält noch im Nachkriegsjahrzehnt die vorherrschende Stellung in der Theorie der Internationale Bezechungen. Morgenthau hatte drei Hauptpfeiler in seinem ersten Theorieansatz über Internationalen Beziehungen: Erstens die Anarchie im internationalen System, zweitens die souveränen Nationalstaaten als Akteure und drittens der Kampf um Macht als mittelbares Ziel.[1] Die Akteure im internationalen System des Realismus sind Staaten.[2] Es herrscht Anarchie, es gibt keine zentrale Autorität, die das internationale System überwacht. Die Staaten sind auf sich selbst gestellt, Machtpolitik[3] und militärische Stärke[4] bestimmen die Einflussmöglichkeit des Staates.[5] Der Realismus nimmt an, dass sich alle Staaten und Gesellschaften in einem Zustand befinden, in dem nicht Krieg herrscht, aber dieser immer möglich ist und jeder Staat den anderen als potentielle Bedrohung ansieht.[6] Kenneth Walz[7] gilt als Begründer und bedeutender Vertreter des strukturellen Realismus.[8] Auch Waltz geht von einem anarchischen Umfeld aus. Derselbe stellt auch für das 21. Jahrhundert in einer Analyse fest: „dass internationale Ordnungspolitik auch im 21. Jahrhundert ohne Berücksichtigung der realen Machtverhältnisse nicht erfolgreich zu betreiben ist:“[9] Die Staaten bewegen sich in einem anarchischen und dezentralistischen System, ihr Hauptaugenmerk richtet sich auf das eigene Überleben und ihre Sicherheit, Waltz nimmt an: „[…] that states seek to ensure their survival.“[10] Was am besten durch dementsprechend mächtige militärische Stärke garantiert werden soll. Demnach wird Sicherheit mit dem Überleben des Staates gleichgesetzt. Völkerrecht und andere internationale Regeln gelten dabei als irrelevant, insofern: „Da es im internationalen System kein Gewaltmonopol gibt, konkurrieren Staaten zwangsläufig um Sicherheit und Macht.“[11]
Waltz Theorie trägt den Beinamen „struktureller Realismus“. Die Anordnung der Akteure, die festgestellten Beziehungen zwischen Ihnen und die Struktur, die er dem internationalen System zuordnet, unterscheiden den Neorealismus maßgeblich von Realismus Morgenthaus. Im Grunde genommen sind die Hauptakteure immer nicht die souveräner Staaten, die in einer internationalen Arena nach Macht und Sicherheit streben. Allerdings ist dieses Machtstreben nicht mehr absolut sondern relativ. Koalitionen sind temporär und können sich, je nach Bedarf, schnell ändern,[12] weil, so Waltz, die Sicherheit der Staaten im Vordergrund steht. Dies kann sich als äußerst schwierig gestalten, denn nach Waltz besteht jederzeit die Möglichkeit eines Überfalls: „Because some states may at any time use force, all states must be prepared to do so.”[13] Laut Waltz wird das internationale System einerseits durch das Ordnungsprinzip, andererseits durch die Machtverteilung festgelegt. Im strukturellen Realismus befinden sich die Staaten in einem anarchischen Nebeneinander, es gibt keine Über- bzw. Unterordnung, sondern Waltz vernachlässigt die Unterschiede der Staaten „[…] in size, wealth, power und form“[14] Die Machtverteilung definiert sich je nach Zahl und Relation der Großmächte in unipolar, biopolar und multipolar.[15] Weiteres geht der strukturelle Realismus davon aus, dass die großen Mächte nach Gleichgewicht streben, wenn eine andere Macht diese stören will.[16] Dieses Ausbalancieren von Macht und Gleichgewicht erzeugt allerdings nie ein „vollkommenes Gleichgewicht, sondern eine beständige wechselseitige Schwankung.“[17] Es geht also nicht darum, dass die Macht genau gleich verteilt ist, sondern in erster Linie wird versucht Macht durch soviel Gegenmacht auszubalancieren, um die Hegemonie eines Staates auszubalancieren. Beide Theorien gehen davon aus, dass ein System aus etwa gleichgestellten Kraftpolen zur Wahrung der Stabilität notwendig ist. Somit wird der Ausbruch eines Krieges als jederzeit möglich betrachtet. Dennoch, was den Kalten Krieg und die Biopolarität[18] betrifft, hatten sich diese beiden Denkrichtungen im Nachhinein geirrt. Anderes ausgedrückt:
„Beide waren nicht in der Lage das Ende des Kalten Krieges vorauszusehen - im Gegenteil: Es wurde sogar davon ausgegangen, dass eine bipolare Machtverteilung äußerst stabil ist.“[19]
Die Englische Schule zwischen staatlichen und menschlichen Ebenen
Bereits der Titel von Hedley Bulls‘ Werk „The Anarchical Society”[20] gibt eine Erläuterung über den Inhalt. Auf der einen Seite geht es um einen Zusammenschluss von Staaten, denn Staaten sind laut Bull der Ausgangspunkt internationaler Beziehungen. Auf der anderen Seite steht der anarchische Charakter der Gesellschaft. Wie gesagt; Ausgangspunkt internationaler Beziehungen sind nach Bull H. die Staaten, die zentrale These von ihm ist: „Dass die Staaten mehr als ein Staatensystem, dass sie fast unvermeidlich eine Art Staatengesellschaft bilden.“[21] Dabei differenziert Bull zwischen dem Staatensystem und der Staatengesellschaft.[22] Die Hauptakteure in der anarchischen Gesellschaft sind souveräne Staaten und ihre Verhältnisse. Die Englische Schule entstand als Theorie erst gegen Ende der 50er Jahren.[23] Barry Buzan definiert in seinem Buch „From International to World Society? das sowohl die international society als auch die world society schlüssige Konzepte der Englischen Schule sind.[24] Einerseits die „society of states mit den Hauptakteuren[…]“ und andererseits die „world society in der, die nicht-staatlichen Akteuren dominieren“.[25] Der Begriff der Anarchie ist hierbei aber streng von dem der Realisten zu unterscheiden. Nach der klassischen Englische Schule, sind fünf Institutionen verantwortlich für die Erhaltung des internationalen Systems, der internationalen Gesellschaft (Weltgesellschaft) und der internationalen Ordnung:[26] The Balance of Power, The International Law, The Diplomacy , The function of War, The Great Powers.
Die klassische Englische Schule, wie Bull H. implizit interpretiert hatte, ist sozusagen eine Kombination zwischen Realismus und Liberalismus, weil es Elemente des Realismus, wie Machtgleichgewicht, great powers, Funktion des Krieges, aber auch Elemente des Liberalismus wie Diplomatie, Menschenrechte gibt.[27] Buzan ist der Ansicht, dass die drei schlüssigen Konzepte der Englischen Schule, in drei Bedeutungsebenen (transnationalen, zwischenstaatlichen und zwischenmenschlichen) geteilt werden können:[28]
· International system (Hobbes/Machiavelli/realism) is about power politics among states […].
· International society (Grotius/rationalism) is about the institutionalisation of shared interest und identity among states, and puts the creation and maintenance of shared norms, rules […]
· World society (Kant/revolutionism) takes individuals, non- state organizations und ultimately the global population as a whole as the focus of global societal identities and arrangements […]
Buzan schlug vor, dass die Englische Schule nach fünf Punkten geordnet werden könnte: „Level, sectors, boundaries, normative conflicts and methodology.“[29] Das Staatensystem entsteht durch Kontakt und Einfluss zwischen zwei oder mehreren Staaten, die sich durch ihre Beziehung zueinander zu einem gewissen Grad als Ganzes betrachten.[30] Eine Existenz zweier oder mehrerer Staaten nebeneinander, ohne den Zusammenschluss zu einem Staatensystem ist gewiss möglich.[31] Die Staatengesellschaft besteht, wenn Staaten „[…]im Bewusstsein gemeinsamer Interessen oder Werte […] eine Gesellschaft bilden“[32], in der sie durch ein gemeinsames Regelwerk verbunden sind und über gemeinsame Institutionen verfügen.[33] Die internationale Ordnung dient dabei als „Handlungsmuster“ zur Bewahrung grundlegender Ziele der internationalen Gesellschaft. Diese Ziele sind nicht exakt festgeschrieben; ihre wesentliche Aussage definiert sich durch die Bewahrung der Unabhängigkeit einzelner Staaten und des Staatensystems als Ganzem, sowie der Sicherstellung des Friedens[34] bzw. der Abwehr von dominanter Macht.[35] Ebenfalls muss das Ziel einer Koexistenz von Staaten das Gleichgewicht der Mächte sein, welches das internationale System davor bewahrt, durch Eroberung oder Unterwerfung zu einem Weltreich zu werden.[36] Außerdem schützt es unabhängige Staaten davor, von einer lokalen Vormacht „absorbiert zu werden“ und schafft die Voraussetzung für andere Institutionen, auf denen die internationale Ordnung beruht.[37] Dementsprechend muss die Macht gleichermaßen verteilt werden. Eine weitere Feststellung Bulls liegt in der Bedeutung des Völkerrechts. Dieses stellt das oberste normative Prinzip einer Gesellschaft von souveränen Staaten dar.
Im Übrigen nennt Bull H. noch die Diplomatie als „Diplomacy is the management of international relations by negotiation[…]“,[38] das heißt, die Diplomatie ist ein Teil des Liberalismus. Bei entgegengesetzten Interessen ist diese der erste Weg Probleme friedlich zu lösen. Die Bedeutung der Großmächte, die durch ihre Machtposition zur Stabilität der internationalen Ordnung beitragen können, zeigt sich zum Beispiel durch ihre Rolle im Sicherheitsrat. Dieser ist zuständig für die Aufrechterhaltung des internationalen Frieden und Sicherheit und die Funktion des Krieges. Für Bull ist auf der einer Seite Krieg ein Zeichnen für Unordnung in der internationalen Gesellschaft und auf der andren Seite, ist er ein Weg, Probleme zu beseitigen, die auf anderem Wege nicht gelöst werden können. Krieg ist sozusagen legitimiert, wenn die Menschenrechte verteidigt werden müssen[39] (Siehe Debatte zwischen Pluralisten und Solidaristen). So betrachtet Bull die „Institution Krieg“ als Notwendigkeit, wenn die anderen friedlichen Methoden versagen.[40] Weiters meinte Bull, dass es Regeln gibt, die die Zusammenarbeit erleichtern, nicht nur auf politischer und strategischer Ebene, sondern auch auf der sozialen und ökonomischen Ebene.[41] Daher sah er auch die Möglichkeit für eine Koexistenz und Kooperation innerhalb des internationalen Systems. Demzufolge bezieht sich die „World society“ nach Buzan auf Individuen, nichtstaatliche Organisationen, und die globale Bevölkerung als ein Ganzes als der Fokus globaler gesellschaftlicher Identitäten und Anordnungen. Buzan argumentiert, dass eine internationale Gesellschaft, ohne parallele Entwicklung in der entsprechenden Weltgesellschaft sich nicht weiter entwickeln kann.[42] Buzan schlug vor, dass die Englische Schule sich auch mit einer Perspektive der Arbeit internationaler politischer Ökonomen beschäftigt sollte.[43] Außerdem fügte er hinzu, dass es Hinweise, über einen möglichen zukünftigen Kontakt zwischen „Englisch school thinking“ und „International Political Economy“, gibt[44] Zum einem ist die Englische Schule eher für den politischen und sozialen Sektor,[45] zum anderen befürworten die internationalen politischen Ökonomen den politischen und ökonomischen Sektor[46] (Siehe Ab.2). Weil viele politisch bedeutsame Entscheidungen teilweise von wirtschaftlichen Faktoren abhängig sein können (z.B. Krieg. Peacekeeping, Peacebuilding, Entwicklung der Demokratie etc.).[47] Über diesen Zusammenhang sagt Carl Böhert ganz explizit: „Politische Entscheidungen werden von der Ökonomie mitbestimmt oder gar determiniert.“[48]



Die Debatte zwischen Pluralisten und Solidaristen

Beim politischen Diskurs der beiden Flügel der englischen Schule, geht es eigentlich um gesetzliche, moralische und politische Argumente für oder gegen humanitäre Intervention.[49] Pluralisten sind eher Pessimisten, Realisten und sehr konservativ geprägt. Auf der andere Seite sind die Solidaristen eher Optimisten, Idealisten und liberal.[50] Für Pluralisten wird die internationale Gesellschaft auf den Prinzipien von Souveränität aufgebaut und sie befürworten keine Einmischung (Intervention).[51](wie es im Falle Jugoslawiens schön geheißen hatte; „innerer Angelegenheit“). Dabei wird, getreu dem Konzept von Jean Bodin, verstanden, dass jeder Staat frei über seine Staatsform und Machtausübung zu entschieden hat:
„Wer also souverän sein soll, darf in keiner Weise dem Befehl anderer unterworfen und muss in der Lage sein, den Untertanen das Gesetz vorzuschreiben, unzweckmäßige Gesetze aufzuheben oder für ungültig zu erklären und durch neue zu ersetzen.“[52]

Dementsprechend kann man behaupten, dass Bodin für die absolute Souveränität des Staates argumentiert: „Unter Souveränität ist die dem Staat eignende absolute und zeitlich unbegrenzte Gewalt zu verstehen.“[53] Im Bezug auf die absolute Souveränität des Staates, und im Hinblick auf die politischen Einstellungen von Hans Morgenthau und Henry Kissingers wurde der Begriff „Absolute Souveränität“ sehr stark bevorzugt.[54] Andererseits handelt es sich um einen sehr komplexen Begriff, der auch heute noch sehr unterschiedlich interpretiert wird. Infolgedessen ist eine der häufigsten Fragen, die sich daran knüpft: Was ist im Prinzip ein souveräner Staat?
„Der souveräne Staat ist das unabhängige, territorial definierte, gleiche und freie Subjekt von staats- und völkerrechtlichen Akten.“[55] Im Gegensatz dazu hat sich im Völkerrecht eine „Neue Souveränität“ entwickelt, besonderes was die Menschenrechtspolitik, die Handelspolitik, die internationale Strafverfolgung (internationaler Strafgerichtshof), etc. angeht. Dazu sagt das moderne Verständnis des Völkerrechts:
„Die moderne Lehre lehnt diese Auffassung von staatlicher Souveränität jedoch ab, weil der moderne Staat sich in ein Geflecht internationaler (oder sogar supranationaler im Falle der Europäischen Gemeinschaft) Verpflichtungen begeben hat und dabei auf gewisse Hoheitsrechte verzichtet. Im Völkerrecht wird daher der Begriff des Völkerrechtssubjekts verwendet.“[56]
Die traditionellen Prinzipien widersprechen sich auch mit der humanitären Ansicht von Intervention und der globalen „human rights culture."[57] Die Artikel 1(3), 55 und 56 sagen ausdrücklich aus: „[…] provide a legal basis for unilateral forcible intervention“ [58] Im Gegensatz dazu befürworten die Solidaristen den Schutz der Menschenrechte (Protection of human rights) im Fall, dass die UN versagen.[59] Im Fall des Kosovo hatten die NATO-Staaten ihre Intervention als humanitäre Intervention begründet, weil der größte Flüchtlingsstrom in Europa in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts stattfand. (Bis zu 800.000 Flüchtlinge und Massaker mit 10.000 menschelichen Opfern). Laut Wheeler et al. „[…] NATO had moral obligation to act to stop such criminal actions.”[60] In diesem Zusammenhang die These von Henry Kissinger (1957) lautete explizit:
„Die multinationale Diplomatie erzeugt nur Chaos. Die strenge Einhaltung des Selbstbestimmungsrechts der Völker und der Souveränität der Staaten ermöglicht es nicht, den Frieden zu gewährleisten. Nur eine planetarische Supermacht hat die materiellen Mittel und die Fähigkeit, in Krisenzeiten überall und rasch zu intervenieren. Sie allein ist imstande, den Frieden weltweit zu sichern“[61]
Ziegler J. meinte am Beispiel des Bosnien Krieg: „Einundzwanzig Monate lang war Sarajewo von den Serben eingekesselt und bombardiert worden.“[62] Dies bedeutet für Ziegler J: „Totale Unfähigkeit der Vereinigten Nationen und der europäischen Staaten.“[63] Er verglich auch das Beispiel Kosovo, und meinte, dass die These von Kissinger nicht so absurd ist.
Die moralische und politische Debatte zwischen Pluralisten und Solidaristen bezieht sich auf humanitäre Interventionen in der internationalen Gesellschaft. Infolge dieser Debatte definiert Buzan: „dances on the border between international and world society.“[64] Die Solidaristische Theorie beansprucht eine Existenz gesetzlicher Rechte und moralischer Pflicht für Staaten, die es erlauben in außergewöhnlichen Umständen(wenn die Menschenrechte missbraucht werden) intervenieren zu dürfen. Die Solidaristen setzten sich für die weitere Entwicklung der moralischen Prinzipien ein, die in Wirklichkeit humanitäre Intervention in der internationaler Gesellschaft legitimieren würden.[65]


[1] Vgl. Krell, Gert: Weltbilder und Weltordnung. Einführung in die Theorie der Internationalen Beziehungen. 2. Auflage, Baden-Baden, 2003, S. 166.
[2] Vgl. Morgenthau, Hans: Macht und Frieden. 1963, S. 246.
[3] Vgl. Morgenthau, Hans: Macht und Frieden. S. 81. für Morgenthau hat Macht einen universellen Charakter in Zeit und Raum und ist der Grundbegriff um denn sich die Internationale Politik dreht. Morgenthau, Hans: Internationale Politik: Der Kampf um die Macht. In: Frei, Daniel (Hrsg.): Theorien Internationale Beziehungen. München, 1977, S. 78-84. Und beispielsweise Dunne, Timm, Schmid .C, Brain(2001): Realism. S.141-149. In: Baylis, John, Smith, Steve(Ed.): The Globalization of World Politic. An introduction to international relation. 2.Ed, New York, 2001
[4] Mit der militärischen Stärke schließt Morgenthau Gewalt nicht aus. Militärische Macht definiert Morgenthau folgendermaßen: wird Gewalt angewendet, bedeutet dies, daß. die politische Macht zugunsten militärischer oder pseudomilitärischer Macht zurücktritt. Morgenthau ,Hans J.(1977): a.a.O., S. 79.
[5] Vgl. Morgenthau, Hans (1963) S.73
[6] Morgenthau H. (1963) versucht diese Ansätze auch historisch zu belegen, siehe ausführlich: S. 77
[7] Ende der Siebziger Jahren konzipiert Kenneth N. Waltz in seinem Buch Theory of International Politics(1979) den Neorealismus.
[8] Die strukturelle Sichtweise des Internationalen Systems im Neorealismus stellt eine Neuerung gegenüber dem Realismus dar. Die Neorealismus Theorie beruht auf der Basisidee von System, Struktur und Units. Vgl ausführlich: Buzan, Barry, Jones, Charles, Little, Richard: The Logic of Anarchy. Neorealism to Structural Realism. Columbia University Press, New York, 1993, S. 29-47
[9] Link, Werner(2002): Hegemonie und Gleichgewicht der Macht. In: Ferdowski, Mir A.(Hg.): Internationale Politik im 21 Jahrhundert. München, 2000, S.34.
[10] Waltz, Kenneth: Theory of International Politics. McGraw-Hill, S. 91
[11] Krell, Gert: Weltbilder und Weltordnung. Einführung in die Theorie der Internationalen Beziehungen. 2003, S. 166.
[12] Vgl Gärtner, Heinz: Modelle europäischer Sicherheit. Wie entscheidet Österreich? Wien, 1997, S. 9
[13] Waltz, Kenneth(1979) S. 102
[14] Ebd. S. 96
[15] Viele Theoretiker vertreten den Standpunkt, nach dem Kollaps der politischen und ideologischen Sowjetunion und nach der Europäische Süderweiterung, dass jetzt mehr Platz für die traditionelle multipolaren Strukturen ist. Vgl. beispielweise. Buzan, Barry, Jones, Charles, Little, Richard: The Logic of Anarchy. Neorealism to Structural Realism. New York, 1993, S. 13.
[16] Vgl. Fichte, zitier nach Link(2002), S.34.
[17] Link(2002), S. 34.
[18] Vgl. Fukuyama, Francis (1992): ein vereinigtes Deutschland und gab keinen dritten Weltkrieg., S. 347
[19] Siehe ausführlich in: http://infos.aus-germanien.de/Politischer_Realismus [ Zugriff am 15.03.2005]
[20] Einer der Begründer der Englischen Schule Vgl. etwa Krell, Gert : Weltbilder und Weltodnung. Einführung in die Theorie der Internationalen Beziehungen. Baden-Baden, 2003, S. 173
[21] Krell, Gert(2003) S. 173
[22] Vgl. Bull, Hedely: Die anarchische Gesellschaft. In: Kaiser, Karl, Schwarz, Hans-Peter: Weltpolitik. Strukturen- Akteure- Perspektiven. Stuttgart, 1986, S.32
[23] Vgl Buzan, Barry: From international to World Society? English School Theory and the Social Structure of Globalisation. , Cambridge, 2004, S.6
[24] Vgl. Buzan, Barry. 204 S.1 und Vg. etwa Jackson H. Robert: The evolution of international society. 2001, S. 35- 38. In: Baylis, John, Smith, Steve(Ed.): The Globalization of World Politic. An introduction to international relation. 2.Ed, New York, 2001
[25] Barry, Buzan(1993), zitiert nach Gärtner. Heinz: Gärtner, Heinz: Modelle europäischer Sicherheit. Wie entscheidet Österreich? Wien, 1997, S. 28
[26] Vgl. das Buch von Bull, Hedley: The Anarchical Society. A Study of Order in World Politics. London, 1977, Part 2
[27] Nach Buzan, B. (2004) Die Englische Schule ist teilweise realistisch und teilweise neoliberal. Realistisch, weil die Staaten immer noch eine zentrale Rolle in der internationen Ordnung spielen und neoliberal, weil auf der anderen Seite die Beziehungen zwischen „states and TNA’s(e.g. firms, INGOs, mafias, etc..S. 119. Siehe auch ausführlich in Bull, Hedley (1977), die Menschenrechte erklärte er explizit mit Nürnberg und Tokio War Crime Tribunals und die universelle Deklaration der Menscherechte S. 39
[28] Buzan, Barry(2004) S. 7
[29]Vgl. Buzan, Barry(2004). Mit Level meinet er, dass die drei Konzepte der Englischen Schule nur in globalen Rahmenbedingungen behandeln werden können. Mit Boundaries, dass es noch nicht klar ist, besonderes für Solidaristen wo die internationale societyendet und wo die world society. beginnt. Normative conflicts: hier geht es um die Debatte zwischen den Pluralisten und Solidaristen. Sectors: wie die Englische Schule in politische Sektoren geteilt ist, zwischen Realismus (high politics) und Diplomatie und Menschenrechte. S.16-24
[30] Vgl. Bull, Hedely (1977), S. 13
[31] Vgl. Bull, Hedely (1986) a.a.O. S. 32
[32] Ebd. (1986) S.32
[33] Vgl Bull. (1986) S. 14
[34] Vgl. Bull (1977) S.18, damit wies er daraufhin: Security in international politics means more than safety. Wie zum Beispiel die Rolle der Vereinigten Nationen.
[35] Vgl . Bull, Hedely (1986) a.a.O. S.33
[36] Vg. Bull (1977) S. 101-116
[37] Bull, Hedely(1986) a.a.O. S. 38
[38] Sir Harold Nicolson, zitiert nach Bull, Hadely(1977), S, 162.
[39] Jedoch stellt sich die Frage: Sind die Menschenrechte für jeden Staat und politischen Akteur gültig oder nur für jene, die sie ratifiziert haben?
[40] Vgl. Bull. Hedley (1977), S.184- 199.
[41] Vgl. Bull, Hedley (1977) S. 70
[42] Vgl. Buzan, Barry(2004). S. 30-79. Vgl.dazu Dunne, Tim: System, State ans Society: How Does It All Hang Together? Was die INGO betrifft, meinte er, dass es in unserer globalisierten Welt mehr als 4.000 INGO gibt. Zu finden unter: http://www.huss.ex.ac.uk/politics/research/readingroom/Buzan_Forum_Published.pdf%20[zugriff%20am%2005.03.2006] : In Millennium: Journal of International Studies, 2005. Vol.34 No.1, pp. 157-170
[43] Vg. Buzan, Barry(2004). S.151
[44] Vgl. Ebd. (2004) S.269
[45]Vgl. Gärtner, Heinz(1997). S. 25 und Vgl. etwa Barry, Buzan, Richard, Little: International System in World History. Remaking The Study Of International Relation. New York, 2000, S. 74-75
[46] Vgl. Buzan/Littel (2000), S.74 -75.
[47] Vgl. Rotte, Ralph: Ein kurze Einführung in die Internationale Politische Ökonomie als Teilgebiet der Internationalen Beziehungen. 2005, S.26-27. Institut für Politische Wissenschaft RWTH Aachen. Siehe unter in: http://www.ipw.rwth-aachen.de/paper_9.pdf [ Zugriff am27.02.2006]. Vgl. auch Woods, Ngaire: International political economy in an age of gobalization. 2001, S. 284-296. In: Baylis, John, Smith, Steve (Ed.): The Globalization of World Politic. An introduction to international relation. 2.Ed, New York, 2001
[48] Böhert, Carl, zitiert nach Albrecht Ulrich: Internationale Politik. Einführung in das System internationaler Herrschaft. München, 1999, S.157
[49] Humanitär ist die Intervention, wenn ihr Zweck die Verhütung schwerer und systematischer Menschenrechtsverletzungen ist und die Verbrechen vom angegriffenen Staat oder von Gruppen innerhalb dieses Staates an Bürgern oder Machtunterworfenen desselben Staates verübt werden Sie wendet sich gegen die völlige Entrechtung, Vertreibung, Misshandlung, Demütigung oder Ermordung einer erheblichen Zahl von Menschen unter dem Vorwand der Ausübung oder im Schatten des Versagens staatlicher Autorität. Als Beginn einer möglichen Ära humanitärer Interventionen gilt gemeinhin die Resolution 688 vom 1991 zum Schutz der verfolgten Kurden im Norden des Irak und nachfolgende Resolutionen zu Haiti, Ruanda und Bosnien. Vgl. Wheeler, Nicholas. J, Bellamy Alex. J(2001): S. 471-480
[50] Vg. Buzan Barry(2004) S.140
[51] Vgl. Wheeler, Nicholas. J, Bellamy Alex. J(2001): Humanitarian intervention and the world politics. S.473-474 In: Baylis, John, Smith, Steve(Ed.): The Globalization of World Politic. An introduction to international relation. 2.Ed, New York, 2001
[52] Bodin, Jean: Sechs Bücher über den Staat, Beck. München, 1982, S.21
[53] Bodin Jean (1981) S. 205.
[54] Vgl. etwa Badie, Bertrand : Souveränität und Verantwortung. Politische Prinzipien zwischen Fiktion und Wirklichkeit, Hamburger Edition. Hamburg, 2002, S. 8
[55] Nohlen, Dieter : Kleines Lexikon der Politik, Beck. München, 2001, S. 449
[56] Neyer, Jürgen: Postnationale politische Herrschaft. Vergesellschaftung und Verrechtlichung jenseits des Staates. Nomos Verl. Baden-Baden, 2004, S.263
[57] Vgl. Wheeler, Nicholas. J, Bellamy Alex. J(2001): S. 471
[58] Vgl. Ebd. S. 475
[59]Vgl. Ebd. (2001): S. 475 wie zum Beispiel das UNO-Versagen in Bosnien. Ruanda und Somalia.
[60] Vgl. ebd, Wheeler (2001): S.482
[61] zitiert nach Ziegler, Jean (2005) S.54.
[62] Ziegler, Jean (2005) S.54
[63] Ebd. S.54
[64] Vgl Buzan, Barry(2004) S.62
[65] Vgl. Wheeler, Nicholas. J, Bellamy Alex. J(2001): S. 476

1 comment:

Anonymous said...

Danke, tolle und sehr hilfreicher Artikel!